Heute habe ich in meinVZ in der Gruppe „Die wahren Busfahrer“, der ich natürlich angehöre 😉
folgende Geschichte gelesen:

„Bei uns im Bereich ist nachts der Nachtbus überfallen worden, eine einsame Haltestelle Fahrgast steigt ein zückt ein Messer und will alle Scheine. Der Fahrer gibt Ihm die Scheine. Der Fahrgast wollte wieder aussteigen, worauf der Fahrer Ihn fragt ob er auch das Kleingeld haben wolle. Fahrgast dreht ich um Fahrer holt den Wechsler raus schlägt ihn dem Fahrgast ins Gesicht und verständigt die Polizei. Das ist jetzt schon was länger her. Vor 2Wo war die Gerichtverhandlung der Fahrer ist angezeigt worden wegen schwerer Körperverletzung, weil keine gefahr für ihn bestand.
Wie soll man ich bitte in Deutschland noch wehren können, wenn man nix darf und die Polizei nie anwesend ist, und wenn nix macht?“

Da fällt mir nix zu ein…
Was würdet ihr tun?

11 Antworten zu “Wehren gegen Überfälle?”
  1. guruz sagt:

    Grmpf… armer Busfahrer.

  2. zurken sagt:

    Interessant zu wissen, zu was wurde er verurteilt? Und der Fahrgast dürfte auch ein Verfahren haben wegen Diebstahl.

    Ich würde das auch machen, wenn ich mich trauen würde. In dem Moment wäre mir alles egal. Bei meinem Überfall hätte es leicht dazu kommen können, dass ich einen der Täter mit dem Taxi angefahren hätte, wäre ich etwas geistesgegenwärtiger gewesen.

  3. zurken sagt:

    Hier in Wuppertal ist übrigens mal ein Lienienbus entführt worden, ein langer Gelenkbus, bis nach Düsseldorf, totaler Blödsinn….

  4. was mir dazu einfällt?
    das in D mittlerweile Recht nichts mehr mit Gerechtigkeit zu tun hat

    bescheuert, sowas. da wünsche ich mir doch das als nächstes mal der zuständige Richter überfallen wird.

  5. Jens sagt:

    Wenn ich den Mut und die Chance hätte, würde ich auch ohne Rücksicht auf die Gerichtbarkeit in dem Fall mich wehren, allerdings nur wenn ich selbst nicht zu Schaden kommen kann.

    Aber soweit ist es nun gekommen… da fällt einem nichts mehr zu ein, ich verurteile den Richter zu 20 Busfahrstunden bei Nacht, 20 Stunden als Tankwart in der Nacht und zu 20 Stunden Taxifahren bei Nacht.

  6. Eddie sagt:

    Schwierige Frage da jede Siuation anders ist! Ich denke wenn mich nicht jemand tatsächlich angreift würde ich bloß das Geld herausrücken. Ansonsten wirds schwierig, weil man ja nie weiß wer oder was noch so im Hintergrund Abläuft…(Komplizen,etc.)
    (Gesehen in Brüssel letztes Jahr, wo einer die Seitenscheibe eines an der roten Ampel stehenden PKW´s einschlug, die Handtasche herausriß und wie der Blitz davon lief. Der Mann flüchtete direkt neben mir vorbei. Mein erster Gedanke war mich auf Ihn zu stürzen um Ihn aufzuhalten. Mein zweiter, dass die Tasche ja nicht mir gehört und ich ihn ziehen lasse, was auch die richtige Entscheidung war, da noch 2 Komplizen mit im Spiel waren. Es ist auch von den übrigen, an der Ampel stehenden Fahrzeugen KEINER Ausgestiegen um zu Helfen!)
    Die Leute die so etwas Anzetteln, haben meißtens nichts zu verlieren. Ich jedoch schon!

  7. zurken sagt:

    hättste ihm ja wenigstens ein Bein stellen können :-)
    Nee, ist schon in Ordnung, ich hätt auch keine Lust, mich für eine Handtasche zusammenschlagen zu lassen.

    @ noch ein Markus: ich schätze, dass Recht noch nie was mit Gerechtigkeit zu tun hatte. Recht hat was mit staatlicher Ordnung zu tun, Gerechtigkeit ist eine Tugend und hat was mit Moral zu tun. Recht muss für alle gleich anwendbar sein, Gerechtigekit ist subjektiv. Was du gerecht findest, finde ich…. naja, usw.

  8. Jens sagt:

    Da stimme ich zurken mal zu , Recht haben heißt ja auch nicht immer Recht bekommen…

  9. zurken sagt:

    Hey, endlich mal!!!! :)

  10. stefan sagt:

    Selbstjustiz ist immer schwierig.

    Allerdings finde ich es selbst als Jurist pervers, wenn sich ein Überfallener nicht in einer Art und Weise wehren kann, die den Angreifer ausser Gefecht setzt und man ihn somit zur Verantwortung ziehen kann.

  11. Horst sagt:

    Da „Schwere Körperverletzung“ (zumindest laut Wikipedia) kein Antragsdelikt ist, muss der Jurist in Form des Staatsanwaltes sich dieser Sache annehmen. Gewehrt hätte er sich meines Erachtens bspw., wenn er ihm sofort den Klingelbeutel übern Kopf gezogen hätte. Weist Du, ob der Kollege auch verurteilt wurde?

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