Da es im Moment ein bisschen ruhiger ist und es nicht so viel zu fahren gibt nutze ich mal die Gelegenheit ein wenig über das Drum und Dran zu schreiben.

Bus fahren heißt letztendlich ja meistens nicht nur sich in den Bus zu setzen und von A nach B fahren. Das ist zwar das, was der Fahrgast mitbekommt, aber noch lang nicht alles. Zugegeben, es gibt Fahrten, da macht man wirklich nicht viel mehr. Das sind aber eher Ausnahmen, wie z.B. kurze innerstädtische Transfers.

Die Fahrtvorbereitung fängt bei mir damit an, dass ich meinen Start- und Zielort recherchiere. Die Informationen, welche ich vom Busunternehmen erhalte sind meistens ein Straßen- und Ortsname. Es kommt aber auch vor, dass ein Hotel- und ein Ortsname angegeben ist oder ein Fussballstadion oder ein Freizeitpark etc. In diesen Fällen suche ich mir im Internet dann den dazugehörigen Straßenname raus und schaue mir die Umgebung auf Google Maps an. Ich versuche einen ersten Überblick über die Begebenheiten vor Ort zu bekommen – wo kann ich halten, parken etc. Auf anderen Internetseiten (z.B. busparkplatz.eu) versuche ich zusätzliche Informationen zu finden, um für die Fahrt gut vorbereitet zu sein. Das erspart einem später vor Ort viel Stress und für mich ist es gut vorbereitet auch viel entspannter und dem Kunden gegenüber wirkt das in meinen Augen auch wesentlich professioneller.

Auch die Fahrtroute plane ich vorab im Internet. Ich verschaffe mir einen Überblick über die möglichen Routen und lege mir eine bevorzugte Route zurecht, schaue aber auch nach Ausweichmöglichkeiten. Wenn es dann einen Stau gibt, muss ich nicht erst unterwegs in die Karte schauen oder mich blind auf das Navi verlassen, sondern kann in Ruhe eine Ausweichroute nehmen. Wenn nötig mache ich mir dazu auch kurze Notizen, man kann ja nicht alle Kombinationen im Kopf haben. Auf dem Zettel steht dann z.B.: A52 Essen –> A40 Dortmund  –> A44 Kassel –> A7 Hannover –> A38 Dresden und als Alternative: A52 Essen –> A40 Dortmund  –> A44 Kassel –> A7 Frankfurt –> A4 Erfurt.

Obwohl eigentlich alle Busse mit einem Navigationsgerät ausgestattet sind, nutze ich mein eigenes, weil es mir doch einige Vorteile bietet. Einer davon ist, dass ich die Fahrt schon vorher eingeben kann und sie dann bei Fahrtbeginn nur noch aufrufen brauche. Ich muss dann nicht bei Fahrtbeginn mit Straßennamen etc. am Navi rummachen, sondern hab die Fahrt als Favorit gespeichert und kann sie über zwei Fingertips starten. So habe ich dann den Kopf für andere Dinge frei und wieder 5 Minuten Zeit bei Fahrtantritt gespart.

Soviel zur Planung der Fahrt bzw. der Route. Ich hoffe ihr habt einen kleinen ersten Einblick in das bekommen, was man als Fahrgast sonst nicht sieht, aber eben doch dazugehört.

4 Antworten zu “Fahrtvorbereitung – Fahrtplanung”
  1. opatios sagt:

    Im Grunde das, was man als Urlauber mit PKW auch machen sollte, um Stress auf der Fahrt zu vermeiden. Ich plane bei der Gelegenheit auch gleich Esspausen und Tank-Stops ein (letztere werden nach ca. 600 km unbedingt nötig und ich bevorzuge Tankstellen abseits der Autobahn, die sind preisgünstiger)
    Man reist doch viel entspannter, wenn man weiss was einen am Weg erwartet.

  2. Martin sagt:

    Und wenn man sich von seinem Chef dann noch anhören muss, dass man zuviele Stunden aufschreibt, weil die Fahrt, die man gemacht hat, ja garnicht so lange dauern kann, dann macht es das einem echt schwer, ruhig zu bleiben bzw sich mit genügend Motivation vorzubereiten…

    Ich für meinen Teil drucke mir noch jedes Mal Google Maps Karten vom Zielgebiet und von der „Aufsammelstelle“ aus, das hat mir schon sehr viel geholfen. Auch habe ich beim Zielort, sofern es eine Institution war, schonmal angerufen. Das hat mir auch schon „spezielle“, vom Hausmeister zugewiesene Parkplätze gebracht, die ich sonst nicht hätte benutzen können. Und der Fahrgast hat sich gefreut :)

  3. Jens sagt:

    Ich muss davon ausgehen, dass man diese Vorbereitung nicht vergütet bekommt?

  4. Nadine sagt:

    @jens:
    Davon würde ich mal ausgehen. Kannst dir natürlich zusätzliche Zeit aufschreiben, aber musst du das dann unter Umständen auch rechtfertigen. Eigentlich ist es Schade, weil eine gute Vorbereitung kommt ja letztendlich allen zugute, aber wo willst du da die Grenzen ziehen? Der eine bereitet sich 5 Minuten vor und der andere braucht eine Stunde.

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