Pünktlich zum Zweitligaspiel der Düsseldorfer bei Hansa Rostock kam der Winter. Für mich waren ca. drei Stunden Bus fahren geplant, danach wollte ich als Teilnehmer die Fahrt mit Freunden genießen.

Los ging es nachts um 1:15 Uhr und auch auf den Hauptstraßen war zu dieser Zeit die Schneedecke geschlossen. Die Temperatur lag irgendwo bei -7 °C.

Mit dem Bus auf geschlossener Schneedecke kommt man mit Winterreifen auf der Antriebsachse gut zurecht. Wenn es in die Berge geht, sind Winterreifen auf allen Achsen sinnvoll. Mein letzter Schneewinter mit dem Bus ist schon 3 Jahre her, aber zwischenzeitlich habe ich diverse Fahrmanöver auf Schneeglätte bei einem mehrtägigen Sicherheitstraining trainiert.

Letztendlich kommt man gut zurecht wenn man es vorsichtig angeht und sich Stück für Stück die Möglichkeiten des eigenen Busses auf Schnee erarbeitet. Ich glaube am meisten Respekt habe ich vor Eisglätte. Blitzeis ist etwas, dass ich nicht fahrender Weise mit dem Bus erleben möchte, das Gefühl keine Kontrolle mehr über den Bus zu haben möchte ich nicht kennen lernen.

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Nach dem Beladen des Busses ging es los und in der Stadt war es aufgrund der Beleuchtung und der geringeren Geschwindigkeit sowieso einfacher, zumal nachts auch nichts los ist. Auf der Autobahn war es dann teilweise gar nicht so einfach die Fahrbahn zu beurteilen. Ist die voll Schnee, ist das Asphalt oder Schneematsch? Nur im Scheinwerferlicht des eigenen Fahrzeuges ist das nicht immer genau zu erkennen. Im Ruhrgebiet schien nichts geräumt oder gestreut, nördlich vom Ruhrgebiet war die Autobahn dann komplett frei und oft auch trocken. Da war es dann wieder wie immer.

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Nach einer Stunden haben wir die erste kurze Pause eingelegt. Das dauert beim Doppelstock mit einem Aufstieg leider immer etwas länger, weil 55 Personen eine Treppe runter und dann wieder rauf müssen. Da nachts aber viele im Bus bleiben und schlafen ging es doch recht zügig. Leider war die Scheibenwaschanlage eingefroren, so dass wir bei jeder Pause die Scheibe von Hand reinigen mussten, was aber gut ging. Ich bin dann nach der ersten Pause nochmal knapp zwei Stunden gefahren und habe den Rest dann zwei Kollegen überlassen. Zum Leidwesen meiner Mitfahrer war ich dann morgens um 5:30 nach getaner Arbeit hellwach, während sie wohl eher schläfrig waren und habe dann auch für entsprechende Unterhaltung gesorgt. Irgendwann bin ich dann aber doch eingeschlafen.

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Wir hatten ne nette Truppe zusammen und haben es uns im Unterdeck an den zwei Viererkombinationen mit Tisch bequem gemacht. Jeder hatte Plätzchen etc. mitgebracht, so dass es einen nette vorweihnachtliche Fahrt war. Auf der Rückfahrt haben wir dann noch zwei Filme eingelegt, was den Vorteil hat, dass die Fahrgäste quasi ruhiggestellt sind. Das heißt die Nachfragen nach der nächsten Pause nehmen ab und man kann auch mal 2 Stunden am Stück fahren, was mit Fussballfans sonst schon ein kleines Problem sein kann, weil der Bedarf an Raucherpausen eben doch größer ist.

Die Kollegen haben auf der Rückfahrt die ca. 580 Kilometer mit Pausen in 8 Stunden zurückgelegt, was bei den Witterungsverhältnissen und den Baustellen auf der Strecke ne gute Zeit war und so waren wir dann auch zwei Stunden eher als gedacht zurück.

Letztendlich war die Fahrt trotz der Arbeit für mich ganz entspannt, weil ich ja nur zu Beginn 3 Stunden gefahren bin und das ist normalerweise auch nachts kein Thema. Den Rest der Fahrt konnte ich dann entspannt die Arbeit anderen überlassen.

3 Antworten zu “Winter in Rostock”
  1. Jens sagt:

    Wie ist das eigentlich mit den Filmen? Sind ja eigentlich öffentliche Vorführungen, oder? Ich frag ja nur mal so… Interessehalber!

    Wie lange muss man denn so auf die „Pinkler“ in der Regel warten? Wird noch durchgezählt??

    Gruß,

    Jens

  2. Nadine sagt:

    Um das Thema Filme habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht, halte es aber für eine nicht öffentliche Vorführung.

    Wie lang man auf die Pinkler wartet hängt von einigen Faktoren ab. Parkplatz oder Raststätte, ist es voll, wie weit ist der Weg vom Bus zu den Toiletten etc. Unter 15-20 Minuten geht aber eigentlich nichts. Ob durchgezählt wird oder nicht kommt auf die Gruppe an. Wenn ich verantwortlich bin achte ich auf die Anwesenheit aller. Anderen Gruppen ist das wiederrum egal. Ehepartner vergessen auch schon mal gerne ihre Partner:)

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