Das Wochenende war bustechnisch eher durchwachsen. Meine Fahrt am Samstag ist ausgefallen, so dass ich kurzfristig einen freien Tag hatte und am Sonntag bin ich ein bißchen durch die Stadt geeiert. Warum geeiert? Naja, ich bin schon gefahren und das war auch alles ok so, aber so super habe ich  mich dabei nicht gefühlt, weil ich in dem Auto nicht gut gesessen habe. Ich hatte das Vergnügen mit einem Sprinter fahren zu dürfen und das ist für mich sowieso immer schon sehr zweifelhaft, weil das kein Bus ist. Also zulassungstechnisch schon, aber nicht gefühlt. Das ist eher wie ein großes Auto vom Fahrgefühl her.

Da es nur durch die Stadt ging war es mir dann im Vorhinein auch egal, aber allzu oft muss ich das nicht haben. Ich finde in den Dingern einfach keine gute Sitzposition, was meines Erachtens daran liegt, dass man das Lenkrad nicht vernünftig anpassen kann. Damit ich vernünftig an das Lenkrad herankomme muss ich für die Beine immer zu nah heranrücken und das geht dann auf die Knie. Deshalb auch die Überschrift. Zu fahren hatte ich einen innerstädtischen Transfer von einem Hotel im Süden zum Hauptbahnhof und zwei Stadtrundfahrten á jeweils 120 Minuten. Der Transfer ist nicht ein Wort der Rrede wert, das kennt ja jeder aus dem Urlaub oder so.

Busbahnhof am Hbf

Auf meine erste Stadtrundfahrt vor Jahren habe ich mich noch richtig gefreut, weil es ganz spannend war zu hören, was Touristen über die eigene Stadt erzählt bekommen. Zwar ist jede Stadtrundfahrt anders, weil jeder Stadtführer anders ist, aber spannend finde ich das mittlerweile wirklich nicht mehr. Zur Zeit ist eher etwas chaotisch, weil wir aufgrund des U-Bahnbaus mehr Baustellen als Sehenswertes in der  Innenstadt haben und noch dazu eine ständig geänderte Verkehrsführung mit regelmäßig wechselnden Straßensperrungen. Die erste Stadtrundfahrt wurde von der Stadtführerin auf russisch (zumindest hab ich es dafür gehalten) durchgeführt. Für mich war das etwas ungünstig, da die Dame auch kaum Angaben zur Fahrtroute gemacht hat und so bin ich einfach nach Gefühl gefahren. Auch beim Thema Geschwindigkeit war das unpraktisch, da ich ja nie wusste, ob die Dame fertig ist mit ihrer Erzählung zu einer Sehenswürdigkeit oder ob ich noch langsamer fahren muss, damit sie noch etwas Zeit hat. Die Fahrgäste sollen ja sehen, wozu Ihnen etwas erzählt wird.

LandtagGherybauten im Medienhafen

Scheinbar dehnt man jetzt die Stadtrundfahrten im Medienhafen aus, damit man von unseren Großbaustellen nicht so viel zeigen muss, auf jeden Fall hat das bei beiden Gruppen fast 60 Minuten in Anspruch genommen. Die zweite Stadtrundfahrt wurde von der Stadtführerin auf deutsch gehalten und von einer Dolmetscherin simultan übersetzt. Da gabs dann deutsch und russisch gleichzeitig zu hören – auch nett. Aber für mich besser, da ich wusste was Sache ist. Außerdem war die Absprache mit der Stadtführerin bezüglich der Fahrtoute viel besser. Alles in allem war es fahrerisch eher nervig mit größtenteils 20 kmh durch die Stadt zu krieschen, aber so ist das halt bei Stadtrundfahrten. Immerhin war der Sprinter hinterher sehr schnell gesaugt, was ich dem Auto mal als Vorteil gutschreibe.

Sprinter Fahrgastraum

Der Tag in Zahlen: 10:30h Arbeitszeit und 75 Kilometer

4 Antworten zu “Affe auf dem Schleifstein”
  1. Martin sagt:

    Na siehste, da darfst Du son Ding auch mal fahren. Damit muss ich mich zumindest bei einem Auftraggeber ständig rumärgern.
    Allerdings hat es auch was für sich: man ist dem Fahrfast deutlich näher und wird ins Gespräch eingebunden.

    Die Menschen sind dankbarer und man gehört einfach dazu.
    Im Reisebus habe ich diese Erfahrung eher seltener gemacht.

  2. Nadine sagt:

    Ich habe im großen Bus damit auch keine Probleme. Der Kontakt zum fahrgast funktioniert eigentlich sher gut. Mit Ausnahme der Doppelstockbusse, da sind die Fahrgäste im oberen Deck doch schon weit weg.

  3. Stefan sagt:

    Hallo Nadine,
    das hat der 9er so an sich; aber frag mal Hassan, der kennt sich mit dem Ding aus; der hat ihn lang genug gefahren.
    Ich hab ihn nur mal ein paar mal gefahren. mein Standardbus war der alte 21er, ein Setra 210H, D – xx xxx. Aber auch die anderen Busse habe ich fast alle mal gefahren. Gesehen haben wir uns im Gewühl des Strassenverkehrs bestimmt schonmal. Fahre zur zeit für WEGA bzw Mesenhohl. (entweder den alten gelben Linienbus, oder einen von den anderen verkappten Linien- Schulbussen)

    Grüsse an alle Kollegen, die mich noch kennen. ( z. Bsp.: Burkhard, Diethmar, Micha, Mike, Jens, Hassan, Peter, Ralf,…… )

    Alles Gute

    Stefan

    P.S. Mußte Eintrag nochmal bearbeiten, weil was fehlte.

    Gruß Stefan

  4. Nadine sagt:

    Hallo Stefan, bitte keine doppelten Einträge.

  5.