Das Forschungszentrum in Jülich liegt etwas ausserhalb und ist eigentlich eine kleine Stadt für sich. Naja, eher eine große Stadt! Es gibt in dem Komplex sogar eigene Tempo-70 Landstrassen, und Gebäude dass man sich schwindelig fahren kann.

Dummerweise gabs am Eingang keinen Lageplan mehr, ich habe mir um diese Fahrt aber ohnehin recht wenig Gedanken gemacht weil wir zwei Busse waren und der vorausfahrende Kollege die Tour kannte.

Abzuholen waren 90 Leute in Jülich, Ziel war eine Jugendherberge in Aachen.

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Zufahrt zum Foruschungszentrum

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Anmelden an der Schranke, hier bekommt der Busfahrer einen Besucherausweis. Sollten Fahrgäste im Bus sitzen (z.B. morgens beim Hinbringen von der Jugendherberge), kommt ein Wachmann in den Bus und es wird bei jedem der Besucherausweis kontrolliert, der hier schon vorhanden sein muss.

Heute war es halb so dramatisch. Der eigene Bus des Forschungszentrums kam uns bei der Anfahrt entgegen und war schon randvoll.

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Der ist übrigens ein echtes Sahnestück, ein Mercedes Travego, gerade ein Jahr alt, Euro5 Motor, und hat an technischen und sicherheitstechnischen Raffinessen alles was geht. Flatscreen-TV, Abstandstempomat mit Radar und Spurhalte-Assisstent. O-Ton des Fahrers: „Da kriegste den Arsch massiert“
:)

Hintergrund: Während es beim LKW piept wenn man aus der Spur kommt und die weissen Streifen überfährt ohne zu blinken, wird beim Bus, um die Fahrgäste nicht zu beunruhigen, ein Vibrationsmotor im Sitz aktiviert. Und das in der linken oder rechten Sitzwange, je nach dem in welche Richtung man seine Spur verläßt.

Falls ihr also mal einen Bus auf der Autobahn Schlangenlinien fahren seht, solltet ihr daran denken dass der Fahrer sich vielleicht nur massieren läßt 😀

Aber zurück zu meiner Fahrt.

In den vor mir fahrenden Bus sind die restlichen Fahrgäste eingestiegen, und somit gab’s für mich eine Leerfahrt. Auch schön, ich bin trotzdem zur Jugendherberge mitgefahren und hab unterwegs laut Musik im Bus angemacht, das ist mal Raumklang! Und die Jugendherberge habe ich damit auch kennen gelernt, ausserdem müssen ja auch die Kilometer auf der Abrechnung stimmten.

Denn bezahlt werden muss der Bus vom Auftraggeber trotzdem.

3 Antworten zu “Forschungszentrum Jülich”
  1. Nadine sagt:

    Spurhalte-Assistent haben wir auch in einigen Bussen. Wenn man den das erste Mal zu spüren bekommt, kann man sich schon mal erschrecken. Gerade in Baustellen, wo es eng ist geht das mal ganz schnell.

  2. Kätzchen sagt:

    Haha…das ist ja lustig…ich stell mir grad die Schlangenlinien vor, die man fahren muss, wenn der Hintern verspannt ist und man die Massage vorsätzlich will *g.

  3. Mike sagt:

    Am Anfang etwas Überwindung braucht man auch beim Abstandsradar, mit 100 km/h auf einen LKW der 80 fährt zufahren und warten bis der Bus von selbst Gas wegnimmt bzw mit der Retarder eingreift, aber wenn man das einmal gewohnt ist will man nicht mehr ohne fahren.

  4.