Wie hinlänglich bekannt sein sollte war gerade Pfingsten und das ist ja für die halbe Republik der Anlass um sich für drei oder vier Tage in den Kurzurlaub zu quälen. Das der ohnehin schon kurze Urlaub dann immer noch kürzer wird, weil man allein für die Anreise eine Ewigkeit benötigt, hält aber niemanden davon ab.
Freitag war es also wieder so weit und bei uns auf dem Betriebshof die Hölle los, oder eher tote Hose, da ja alle Autos unterwegs waren. So blieb für mich ein Leihwagen, da nicht genügend eigene Fahrzeuge zur Verfügung standen. Angekündigt war ein Setra S 415 HD, geworden ist es ein Setra S 416 GT-HD.
Man ist ja flexibel und Frau sowieso und da ich eh schon super knapp dran war, gings direkt los. Mit auf den Weg gabs vom Dispo und vom Fahrdienstleiter den Hinweis, bitte keine Macken reinzufahren. Ok. Den Fahrzeugtyp war ich bisher nicht gefahren, wusste aber von unserem S 415 GT-HD, dass der Wendekreis deutlich größer ist als beim S 415 HD und konnte mir demnach schon ausrechnen, dass der 1 Meter längere S 416 GT-HD sicher nicht besser sein würde. Immerhin war das Fahrzeug mit 3 Achsen ausgestattet, wovon die 3. eine Nachlaufachse ist, also mitlenkt. Das veringert den Wendekreis immerhin wieder etwas und laut Herstellerangaben soll der Wendekreis kleiner sein als beim S 415 HD. Ich hab das nicht so empfunden. Mag aber daran liegen, dass die 3. Achse das Fahrzeug sehr ungewohnt um die Kurve schob. In der ersten Hälfte der Kurve hatte ich ständig das Gefühl innen sehr knapp dran zu sein, während in der zweiten Hälfte der Kurve innen immer mörderviel Platz war. Muss man sich erstmal drauf einstellen.
Heute dann in Hamburg und endlich mal WLAN im Hotelzimmer. Das gibt es im Motel One, wenn man das Frühstück bei der Zimmerbuchung mitbestellt, kostenlos.
Die Fahrt nach HH war sehr locker und angenehm, aber wieder von sehr lauter Musik begleitet. Mir macht das zum Glück nicht viel aus.
Ich habe mich für heute für den Weg über die A2 entschieden, da keine Staus angesagt waren und wegen des langen Wochendes wenig Verkehr zu erwarten war. Die A1 ist wegen der Baustellen und dem ewig langen Überholverbot für Busse für mich aktuell trotz der 20 Kilometer kürzen Fahrtstrecke nicht wirklich attraktiv. Über die A2 und die A7 rollt es dann einfach besser. Zumal heute auf der A7 der Standstreifen zum befahren freigegeben war und kein Überholverbot herrschte. Das wusste ich natürlich nicht vorher, war aber umso besser.
Dass ich das letzte Mal im Stadtzentrum war ist schon 4 Jahre her. Das war meine erste Auslandsfahrt. Ich war noch das ein oder andere Mal dort, aber immer nur am Flughafen. Grund für den diesmaligen Besuch war ein Junggesellenabschied und meine Hintergrundbeschallung auf Hin- und Rückfahrt war folgende:
Eigentlich habe ich den Busführerschein ja, weil ich Spaß am Bus fahren habe und das ist auch nach wie vor so. Aber die Bürokratie und die trotz der EU ganz unterschiedlichen Ansichten der Behörden in den einzelnen Ländern können einen schonmal wahnsinnig machen.
Jetzt hat sich die EU ja neben den einheitlichen Führerscheinen und Vorschriften auch eine verpflichtende Weiterbildung für Busfahrer ausgedacht (Für LKW-Fahrer gilt das natürlich auch). So weit so gut. Generell eine gute Idee und durchaus sinnvoll.
Ein Busführerschein muss alle fünf Jahre verlängert werden. Neben den bisher notwendigen ärztlichen Bescheinigungen müssen in Zukunft auch Nachweise über die absolvierten Weiterbildungen vorgelegt werden. 35 Stunden innerhalb von 5 Jahren sind vorgeschrieben. Um das Ganze praktikabel zu machen hat man eine Übergangsfrist geschaffen. So kann man in seinem gewohnten fünf Jahres Rythmus bleiben und eben mit der nächsten bzw. übernächsten Führerscheinverlängerung mit den Weiterbildungen beginnen. Das Ende der Übergangsfrist ist 2015. Ab 2015 muss also jeder Busfahrer die Weiterbildungen nachweisen, um weiterhin gewerblich Bus fahren zu dürfen.
Letztes Wochenende ging es ins schöne Saarland. Grund war mal wieder ein Fussballspiel in der Regionalliga und so ging es am Samstag erstmal nach Bexbach ins Hotel.
Mein Gefährt für diese Fahrt war ein Setra S 328 DT und der hat mich dann auch vor der Fahrt erstmal zusätzliche Arbeit gekostet. Das Auto fährt unter Woche fast ausschließlich Schultouren und so musste ich vor der Fahrt das Auto erstmal fertigmachen. Neben der ganz normalen Abfahrtskontrolle musste ich noch tanken, Frischwasser auffüllen, etc. Außerdem war mir das Auto nicht so vertraut, da ich es erst einmal kurz gefahren war und so habe ich mir von einem Kollegen noch die ungewohnte Belüftung und Klimatisierung des Innenraums erklären lassen. Nach gut einer Stunde war ich endlich fertig und musste mich dann auch beeielen, um pünktlich beim Kunden zu sein.