Eigentlich wollte ich es brühwarm verbloggen, und irgendwie ist es dann doch wieder liegen geblieben: Mein erstes Knöllchen, vor sechs Wochen ungefähr war es soweit.

Ich fuhr irgendwo im Nirgendwo zwischen Broich und Herzogenrath rum, und habe 15 Schüler von der Schule zum Sportplatz gebracht. Das übliche Bild im Bus, die coolen Jungs sitzen alle hinten. Der Lehrer hat guten Tag gesagt und ist dann mit dem PKW vorgefahren.

Bei der Ortsdurchfahrt Euchen kam dann auf einmal die Kelle und der Polizist stieg ein: „Guten Tag, allgemeine Verkehrskontrolle… – Ach da hinten sitzen ja doch welche drin. Haben Sie mal ihren Führerschein? Danke, warten Sie mal eben…“ und war wieder weg.

Ich hab wahrscheinlich ziemlich verwirrt dreingeschaut, und dann erstmal in die Runde geblickt.

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Da standen sie. Ich war nicht wirklich schnell, hatte aber auch keine Ahnung, wie schnell genau, weil ich viel zu sehr mit der Ortsdurchfahrt beschäftigt war.

Kurz darauf war der Polizist wieder da: „ich mache es kurz, damit Sie weiter können. Hier ist 30, wir haben sie mit 47 gemessen. Ich will erst garnicht in der Bus-Tabelle nachschauen. Ich bieten Ihnen ein Verwarungsgeld in Höhe von 25 EUR an, zahlbar mit EC-Karte, ist das in Ordnung?“ Große Augen und sofortiges Kopfnicken waren meine Antwort, der Tatsache bewusst dass es sonst deutlich teurer werden würde. Und schon war er wieder weg „Ich hol dann mal eben das EC Gerät“.

Direkt danach kam ein anderer Polizist rein, guckte in die Runde, und fragte mich, ob er mir ein Verwarnungsgeld angeboten hätte, was ich bejahte. „Wieviel sollen Sie denn zahlen?“ Das kam mir schon komisch vor. Ich habe dann, langsam wieder geistesgegenwärtig, geantwortet: „Das fragen Sie ihn vielleicht besser selbst“.

Ein wenig brummig geschaut hat er, dann war er wieder weg. Was das sollte wusste ich aber nicht. Dann kam der erste zurück, ich habe meine Karte abgegeben und den Pin eingegeben, damit war die Sache dann auch erledigt.

„Gute Fahrt, und nicht mehr so schnell bitte“.

Ja klar, vielen Dank. Und dann konnte ich weiterfahren, das war schon recht nett so, wie es gelaufen ist.

Aber trotzdem sehr dubios…

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5 Antworten zu “Das erste Knöllchen”
  1. Jens sagt:

    Schwein muss man haben… hoffentlich habe ich aktuell auch so viel Schwein …

  2. Marco sagt:

    Wäre im Vergleich zum PKW richtig teuer geworden. Und einen Punkt hätte es auch gegeben, wenn ich das richtig gelesen habe. Also richtig Schwein gehabt.

  3. Das ganze klingt ja wirklich sehr dubiös…
    Sprechen die sich nicht vorher ab was sie für ein Verwarngeld geben. Klingt ja fast nach Feilschen oder Handeln. Was der Kollege sagt 25€? – ne das ist zu wenig. Wir müssen das erhöhen.
    Herrscht dort vor Ort chronischer Geldmangel? Dann haben die sicher so eine order… irh wisst schon. Über die die man nicht reden darf… zwecks Gebühren und Strafgelder.

    Aber so… Glück im Unglück.

    mfg

  4. Martin sagt:

    Nadine hats rausgefunden, hätte mich auch gewundert wenn nicht 😉

    Es wäre richtig teuer geworden. BIs 15km/h drüber 40 EUR, ab 16 (und ich war 17) gleich 160 EUR und einen Punkt.

    Quelle: http://www.internetende.com/bussgeldrechner.htm

    *schluck*

  5. Mike sagt:

    Ja, ja die lieben Freunde von der Polizei, heuer hatte ich bis jetzt noch Glück, letztes Jahr hab ich so circa 250 Euronen und vor 2 Jahren so ca. 100 bezahlt.

    Wobei sie mich letztes Jahr innerhalb von 30 Minuten mit einem Zivilradar im Ortsgebiet gleich 2 mal geblitzt haben, hab eine Schülergruppe in ein Skigebiet gebracht und bin gleich wieder zum Betrieb gefahren und beim durchfahren durch die Ortschaft denk ich mir wie kann man nur sein Auto so komisch in die Einfahrt stellen, bis ich das Radar vorm Grill gesehen hab. 2 Wochen später waren die Liebesbriefe schon da (30 Euro für 16 km/h (Hinfahrt) 100 Euro für 28 km/h (Heimfahrt).

  6.