Lange ist es her, dass ich hier etwas geschrieben haben. Bus gefahren bin ich trotzdem in der Zwischenzeit, aber es fehlten sowohl Zeit als auch Lust hier zu schreiben.

Jetzt geht es weiter und zwar mit dem vorletzten Wochenende. Da stand am Samstag Frankfurt am Main auf meinem Plan. Es ging mal wieder zu einem Fussballspiel. Allerdings mit einem Fanbus. So richtig begeistert war ich vorab nicht, lag daran, dass ich mit nem Neoplan Starliner 2 gefahren bin. Ich bin nunmal bekennender Setra und Mercedes Fan und kann den Neo’s nicht viel abgewinnen.

Warum ist ein normaler Bus (kein Doppelstock) 4 Meter hoch? Ich finde dafür keinen Grund. Außer dass man ständig Probleme mit der Durchfahrthöhe hat! Warum schafft es Neoplan nicht seine Fahrzeuge mit vernünftigen Spiegeln auszustatten? Bei Regen merkt man schon den Knackpunkt der Fehlkonstruktion. Man blickt durch den Teil der Frontscheibe in den Spiegel, der durch den Scheibenwischer nicht gereinigt wird. Man muss also durch einen regennasse Scheibe im Spiegel etwas erkennen. Katastrophal wirds bei Schnee und Eis. Dann friert die Scheibe an den Stellen zu, wo der Scheibenwischer nicht hinkommt. Man sieht also gar nichts mehr im Spiegel.

Die Automatik von Neoplan lässt für mich auch stark zu wünschen übrig oder ich bin zu blöd damit umzugehen, sind aber viele andere Kollegen dann auch. Da haben Setra oder auch Volvo ihr Hausaufgaben einfach besser gemacht. Am Berg rangieren möchte ich auf jeden Fall mit nem Neoplan nicht unbedingt.

Naja egal. Die Fahrgäste mögen die Autos. Liegt wohl am Design und daran, dass die Starliner bei uns so einen komfortablen Sitzabstand haben. Die müssen aber auch nicht damit arbeiten.

Samstag 9 Uhr ging es also los nach Frankfurt. Die Autobahn war frei und so ging es mit einer kurzen Raucherpause zügig über die A3 und die A661 nach Farnkfurt-Bornheim. Einzig an der Abfahrt staute sich der Verkehr. Dummerweise ist die Beschilderung einfach nur schlecht. Es gibt mehrere Spuren. Davon ist nur eine Richtung Stadion ausgeschildert, tatsächlich könnte man aber zwei Spuren Richtung Stadion befahren. Macht nur leider kein Ortsfremder, weil er es nicht weiß. So steht man ewig viele Ampelphasen an und und die Spur neben einem ist leer:(

Naja gut. Auch das haben wir irgendwann hinter uns gelassen und sind dann auch noch pünktlich angekommen.

Leider war vor Ort auch nur Chaos, da sich niemand für die Parkplatzzuweisung zuständig fühlte und so ging es drunter und drüber. Normal ist dass bei einem Zweitligaspiel nicht! Da ist das normalerweise alles organisiert.

Ich hab meine Fahrgäste dann auch an einer Stelle aussteigen lassen, wo sie nicht wieder einsteigen konnten. Immer gefährlich, weil man sicher sein kann, dass einige Fahrgäste den Bus hinterher nicht mehr finden. Gefunden haben ihn dann schlussendlich doch noch alle, aber es hat gedauert.

Im Anschluss an das nicht weiter erwähnenswerte Fussballspiel hatte die Gruppe noch eine Stadtführung in Frankfurt. Ich habe die Zeit genutzt und einen sehr schön gelegenen Busparkplatz direkt am Main aufgesucht.

Nachdem der Bus und die Kühlschränke wieder auf Vordermann waren bin ich noch etwas spazieren gegangen und habe das tolle Wetter genossen.

Um 17:30 Uhr habe ich meine Gruppe wieder eingesammelt und um 20:00 Uhr wieder in Düsseldorf abgesetzt.

Für mich blieb dann noch wie üblich die Busreinigung, die aber eher kurz ausfiel, da der Bus im Innenraum kaum verschmutzt war und ich mir die Waschanlage sparen konnte, da es nicht geregnet hatte:)

5 Antworten zu “Frankfurt a. M. oder mal wieder ein Lebenszeichen”
  1. Marco sagt:

    Wird an den Fahrer nicht immer als letztes gedacht?
    Es geht doch um die Fahrgäste, denen man entsprechenden Komfort bieten möchte. Der Rest wird „drumherum“ gebaut.

  2. Martin sagt:

    Sowas kenn ich auch von der „Badewanne“, dem Toyota Bus bei meinem ehemaligen Auftraggeber. Klimaanlage gabs nur für den Fahrgast. Wer sitzt denn vorne hinter der riesigen Scheibe?
    Tempomat? Fehlanzeige. Und der Geschwindigkeitsbegrenzer hat eine Schalthysterese dass Du unmöglich an den ranfahren kannst. Bei 105 begrenzt der und läßt den Bus auf 95 zurückfallen, eh der wieder Gas annimmt.

  3. Nadine sagt:

    jaaaaa, die Caetanos. Die stehen auf meiner persönlichen Blacklist. Das ist ja kein Bus:) Auf jeden Fall nur Krampf:)

  4. maik sagt:

    Aber geil sieht er aus 😉

    Was für ein Gerät…

  5. nadine sagt:

    Sieht ja auch imposant aus.

    Ich stehe allerdings mehr auf understatement.

  6.