4:30 Uhr: Vor 30 Minuten hat der Wecker geklingelt – jetzt eben Frühstück machen. Auf Essen habe ich zu dieser Zeit allerdings wenig Lust und auch keinen Hunger.

5:00 Uhr: Los geht’s mit dem Fahrrad, es ist trocken und die Temperatur angenehm, also noch etwas Bewegung bevor ich den ganzen Tag wieder sitzend verbringe. Außerdem ist es zu dies Uhrzeit noch so schön leer auf den Straßen, da kann man entspannt vor sich hin fahren.

5:30 Uhr: Ich bin 15 Minuten vor der verabredeten Zeit auf dem Betriebshof: Frühstück!

6:00 Uhr: Der Kollege ist da und die Lunchpakete werden angeliefert, eben schnell eingeräumt und los geht es zur ersten Ladestelle nach Mönchengladbach. Normalerweise kann man Düsseldorf – Berlin locker allein fahren, aber da wir am späten Abend die Gruppe noch am Olympiastadion abholen müssen, sind wir zu zweit, sonst käme es mit der Schichtzeit nicht hin.

8:00 Uhr: Abfahrt an der zweiten Ladestelle in Duisburg. Jetzt fährt erstmal der Kollege und ich kann noch etwas entspannen bzw. den Blogartikel fortführen. Freizeit im Bus nutze ich ganz unterschiedlich. Gerade an langen Tagen mit zwei Fahrern versuche ich oft etwas zu schlafen bzw. mit geschlossenen Augen zu entspannen. Selbst das hilft schon sehr viel. Musik hören, Filme schauen, lesen etc. sind nur einige Möglichkeiten zum Zeitvertreib.
Bei Fahrten wie dieser geht man auch hin und wieder durch den Bus und bietet den Fahrgästen etwas zu trinken an und letztendlich behält man auch die Verkehrsentwicklung im Blick, denn wer will schon direkt in den nächsten Stau fahren?

11:00 Uhr: Mittlerweile sind wir in Braunschweig und ich dran mit fahren. Wie schon gesagt, ist das heute alles sehr entspannt zu zweit und außer 11 Kilometer Stau am Autobahnkreuz Wolfsburg/Köningslutter passiert nicht viel spannendes und die umfahre ich über Land.

15:00 Uhr: Am Hotel angekommen und eben kurz die Koffer aufs Zimmer gestellt, geht gleich schon weiter zum Olympiastadion.

15:30 Uhr: auf zum Olympiastadion, der Kollege ist wieder dran. Am Olympiastadion parken wir den Bus und fahren mit der S-Bahn zurück in die Stadt. Den Bus lassen wir stehen, weil wir nach dem Spiel sonst unsere Gruppe nicht wieder finden würden bzw. die Gruppe uns nicht. Es geht eigentlich nie gut, wenn man die Gruppe bei einer solch großen Veranstaltung nicht da wieder einsteigen lässt, wo sie ausgestiegen ist.

16:45 Uhr: Freizeit: Currywurst, Kaffee und Holocaustdenkmal. Kurz im Hotel vorbeischauen und um 20:55 Uhr wieder auf zum Bus.

22:30 Uhr: Jetzt sitzen wir schon eine Stunde im Bus und warten auf unsere Fahrgäste.

1:15 Uhr: Endlich geht’s zum Hotel. Nicht so schön, wenn man 2,5 Stunden wartet und der Kunde nicht erreichbar ist. Dann steht man da wie bestellt und nicht abgeholt. Alles kein Problem, wenn man Bescheid weiß.

2:45 Uhr: Der Bus steht und ich gehe jetzt nur noch ins Bett. In 9 Stunden rollt das Auto wieder.

10:45 Uhr: Mit einem Lunchpaket bestückt geht es auf die Rückfahrt. Allein um aus Berlin herauszukommen brauche ich 1,5 Stunden. Die Stadtautobahn ist dicht und im gesamten Stadtgebiet immer wieder Straßen und Autobahnauffahrten wegen einem Radrennen gesperrt. Da kommt Freude auf. Endlich auf der Autobahn Richtung Magdeburg geht es immer wieder mit Stau weiter, als Ursache fällt mir nichts auf, außer das die Straßen voll sind und einige Verkehrsteilnehmer einfach zu blöd zum fahren.

14:10 Uhr: Wir haben noch über 400 Kilometer vor uns und sicher noch den oder anderen Stau. Jetzt fährt der Kollege und ich kümmere mich um die Stauschau und mögliche Umfahrungen.

18:00 Uhr: 40 Kilometer Stau haben wir umfahren und teilweise auch durchfahren und es liegen immer noch 200 Kilometer vor uns. Ich darf wieder ans Steuer und zum Glück war es das für heute mit Stau.

20:00 Uhr: In Duisburg angekommen steigen die ersten Fahrgäste aus, für die anderen gehts jetzt noch nach Mönchengladbach.

21:00 Uhr: Endlich auf dem Betriebshof angekommen, machen wir noch eben klar Schiff und dann ist Feierabend.

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3 Antworten zu “Berlin”
  1. Lutz sagt:

    Hi,

    danke für den Bericht und die Bilder.

    So eine Hecksitzgruppe im Bus sieht sehr gemütlich aus.

    Wie ist es denn da mit der Sicherheit? Ich meine bei den anderen Sitzen Gurtschlösser erkennen zu können, es gibt ja immer mehr Reisebusse mit Gurten. Werden die von den Fahrgästen eigentlich akzeptiert? Und wie sieht der Fahrer das, bittet er die Fahrgäste, die Gurte anzulegen? Oder liegt das in der Verantwortung der Fahrgäste?
    Und gibt es da hinten dann Gurte? Die Vorstellung, gegen einen Sitz vor mir zu fliegen bei einer Vollbremsung – oder schlimmer einem Aufprall – ist schon nicht angenehm, aber gegen einen Bistrotisch…

    Aber wahrscheinlich mache ich mir einfach zu viele Gedanken 😉

  2. Nadine sagt:

    Also, es gibt Sicherheitsgurte, auch in der Rundecke. Wir weisen vor Fahrtbeginn auf die Anschnallpflicht hin, müssen diese aber nicht kontrollieren. Weisen wir nicht drauf hin, zahlen wir die Strafe etc. Die Fahrgäste handhaben das ganz unterschiedlich. Gerade bei Kindergruppen wird seitens der Aufsichtspersonen genau darauf geachtet, denn ein Kind das angeschnallt ist, rennt auch nicht durch den Bus oder klettert auf die Sitze:)

  3. Mike sagt:

    Schöner 411, ich hasse diese Lunchpakete vor allem bei Schülern, bedeutet immer viele Brösel und Müll im Bus den ich dann entfernen darf.

    mfg

    Mike

  4.