Letztes WE ging es mal nicht weiter weg, sondern nur zwischen Düsseldorf und Köln hin und her. Genauer gesagt ging es darum die Gäste von einem Flusskreuzfahrtschiff entweder vom Schiff zum Flughafen oder vom Flughafen zum Schiff zu bringen.

Sonntags scheint Bettenwechsel zu sein, denn diese Transfere standen die letzten Wochen schon häufiger an. Allerdings nicht fü rmich.

Früh gings los, schon um 3:45 Uhr klingelte der Wecker, denn um 5:50 hatte ich die erste Bereitstellung in Köln.

Eine kleine Überraschung gabs dann beim durchsehen der Fahraufträge. da war doch tatsächlich ein Blatt beigelegt, auf dem Anweisungen für den Fahrer standen bez. Kleidung. Gewünscht war im allgemeinen ein gepflegtes Äußeres. Verboten z.B. Jeans und Turnschuhe. Soweit ja alles kein Problem, nur wäre es schön sowas vorher zu wissen, weil wenn ich einmal auf dem Betriebshof bin, wirds mit dem Umziehen schwierig. Ich hatte glücklicherweise keine Jeans an, sondern eine Stoffhose und der Rest sollte grundsätzlich passen.

In Köln gabs dann erstmal eine kleine Verspätung. Abfahrt zum Flughafen Düsseldorf war nicht um 6 Uhr, sondern erst um 6:15 Uhr, somit war ich für den Anschlusstransfer zurück schon zu spät dran. Denn nach dem Aussteigen am Ablug – Flughafen Düsseldorf muss ich runter zur Ankunft, nur dort darf man nicht einfach so reinfahren, sondern muss sich vorher anmelden.

Dieses System hat der Flughafen Düsseldorf zur Fussball WM 2006 eingeführt, um zu verhindern, dass der Ankunftbereich mit Reisebussen überschwemmt wird. Es gibt etwas abseits eine große Wendeschleife, an welcher auch ein Telefon steht. Dort fährt man hin und meldet sich telefonisch mit der Flugnummer an. Ist der Flug im Anflug oder gelandet, darf man direkt vorfahren zum Busparkplat an der Ankunft, ist der Flieger noch unterwegs, bekommt man eine Einfahrtszeit genannt und wartet solange an der Busschleife.

Für diese Prozedur gehen jedes Mal 15 Minuten drauf, auch wenn ich direkt zur Ankunft vorfahren darf.

Ich war noch auf der Autobahn, da rief die Hostess vom Flughafen schon an und wollte wissen wann ich da wäre, sie hätten bereits alle Fahrgäste beisammen. Am Flughafen werden die Fahrgäste von Hostessen eingesammelt und zum Bus gebracht. Ich habe der Dame dann erklärt, dass es noch 10 Minuten dauert und weitere 15 Minuten, wenn ich erst zur Anmeldung muss. Alternativ kann sie mit den Fahrgästen auch zum Abflug kommen, dort kann ich direkt vorfahren. Dann steigen die einen aus und die anderen direkt ein. So haben wir es dann auch gemacht und alles hat prima geklappt.

In Köln am Schiff werden die Koffer vom Schiffspersonal zum Bus gebracht. Vor dem Einladen muss jeder Fahrgast seinen Koffer indentifizieren, um sichrzustellen, dass auch jeder sein Gepäck hat. Erst wenn das erfolgt ist, darf ich das Gepäck einladen. Auch hier wieder das übliche Spiel: einer Frau scheint man das Einladen der ganzen Koffer  nicht zumuten zu wollen und so wollen einem die Fahrgäste immer zur Hand gehen. Das lehne ich aber – wie auch in diesem Fall – meistens freundlich ab, weil ich schon ein bißchen mit System packen muss, um alles unterzukriegen. Außerdem reicht es, wenn ich auf der vielbefahrenen Straße rumturne, da müssen sich nicht noch Fahrgäste zusätzlich in Gefahr bringen. Denn ein Großteil des Kofferraums ist bei normalen Bussen (nicht Doppeldecker) nur von der linken Seite aus zugänglich und diese ist meistens der Straße zugewand.

Am Flughafen in Düsseldorf gibt es beim Abflug nur eine Busspur zum Halten und Aussteigen. Auch hier muss man auf der Straße ausladen, aber um einiges sicherer, weil das Servicepersonal des Flughafens die rechte Spur dann für den fließenden Verkehr sperrt und man sich nicht der Gefahr ausgesetzt ist, dass ein Autofahrer pennt und einen über den Haufen fährt.

Das hin und her habe ich am Sonntag ein paar Mal gemacht und so bin ich immerhin 450 Kilometer gefahren und war dem Drumherum über 13 Stunden beschäftigt.

 

 

 

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