Meine ursprüngliche Intention beim Schienenersatzverkehr war, unterwegs nirgendwo zu halten. Habe ich bislang auch nicht, mit einer Ausnahme. Da habe ich eine Frau in Aachen an einer Haltestelle rausgelassen, die fälschlicherweise in Rothe Erde eingestiegen war und so mit nach Stolberg hätte fahren müssen.

Das ging auch, der Bus war recht leer.

Gestern hab ich mich dann nochmal breitschlagen lassen. Eine junge Frau hat mich bekniet, sie „bitte bitte bitte“ an der Normaluhr rauszulassen, sie würde sonst jedes Mal ihren Anschluss-Bus verpassen. Das ist im Prinzip auf Höhe des Bahnhofes. Nur fahre ich von da aus noch einmal um den Block, um am Bahnhof gleich in Fahrtrichtung zur nächsten Runde zu stehen, das dauert nochmal 5 Minuten

Ich hab sie bei mir vorn stehen lassen, damit sie eben rausschlüpfen kann. Aber die Zeit, die ich dazu brauchte, anzuhalten, die Türen zu öffnen und wieder zu schliessen, hat dazu gereicht, alle wartenden an den Bus kommen zu lassen, obwohl ich fast 30 Meter an der Haltestelle vorbei gefahren bin. Da standen nun aussen Fahrgäste und wollten in den Bus, innen standen alle auf und wollten raus. Und ich habe natürlich keine Tür aufgemacht, ich wollte ja nur „ausnahmweise“ eine Person raus lassen.

Gut, dieses Szenario hätte ich mir eigentlich denken können. Jedenfalls war es ne richtig blöde Situation, und vor allem war es mir eine Lehre. Sowas mache ich echt nie wieder.

Und die junge Frau sah noch nicht mal besonders gut aus…

😉

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