Wo ich so am Hauptbahnhof stehe und die 10 Minuten auf meine neue Runde nach Eschweiler warte, steht auf einemal eine Omi im Bus und strahlt mich an. Unter die Nase hält sie mir Ihren Schwerbehindertenausweis, mit dem sie uneingeschränkt Busfahren kann, und fragt mich gleichzeitig, ob sie eine Runde mitfahren darf.

Ich: Na klar, aber wir fahren nach Eschweiler.

Omi: Och da ist es bestimmt auch schön!

Ich: Und wir haben dort eine halbe Stunde Aufenthalt.

Omi: Das macht nichts, ich vertreib mir da schon die Zeit, ist ja schönes Wetter.

Ich: Okay, dann hereinspaziert, suchen Sie sich mal einen schönen Platz, es geht gleich los!

Sie zeigte Anflüge von Gesprächigkeit, ließ mich aber unterwegs brav in Ruhe. Denn mit dem Busfahrer spricht man ja nicht während der Fahrt.

In Eschweiler ist sie dann direkt in die Bahnhofsvorhalle gegangen und hat unmittelbar begonnen, den Betreiber des dortigen Kiosks mit Ihrer Lebensgeschichte unterhalten. Offenbar hat sie dabei ganz die Zeit vergessen, so dass ich sie kurz vor der Abfahrt noch abholen musste.

Und ich meine, in diesem Moment in den Gesichtszügen des Kioskbesitzes etwas dankbares erkannt zu haben.

😉

2 Antworten zu “Rundfahrt mit Omi”
  1. bernd sagt:

    das ist aber eine nette geschichte 😉

  2. Martin sagt:

    Ja, ne?
    Ich hab mir mal gedacht, ich poste zwischendurch auch mal sowas, dann sind die Blogbeiträge nicht immer so elendig lang und ich schreib direkt mal öfter was.

    Hoffentlich…

  3.