Der Hammer!
Archiv für die Kategorie: “Busse”Wie auf Bestellung habe ich gestern zur größten Sommerhitze (36 Grad in Aachen) für meine morgendliche Fahrt einen recht alten Bus bekommen. Und das hatte einen riesen Vorteil: Ich konnte mit offener Tür fahren! Ich habe die rechte Tür mit einem dafür vorgesehenen Schalter blockiert und bin dann so wie auf dem Foto rumgefahren. Natürlich ging das so nicht mehr, sobald das erste Schulkind eingestiegen war. Aber vor und nach der Tour bin ich noch einige Zeit unterwegs, und da hat das echt gut getan! Bei neueren Linienbussen werden übrigens die Bremsen blockiert, solange die Tür geöffnet ist.
Quelle: Polizeipresseticker Es gab bei dem Unternehmen, bei dem ich morgens fahre, schon zwei MAN-Reisebusse aus den 90ern, und natürlich auch noch diverse Linienbusse, aber die sind alle schon in die Jahre gekommen. Und während das Aachener Linienbus-Unternehmen ausschliesslich auf Mercedes Citaro fährt (abgesehen von dem Long Wajong), mehren sich “bei uns” die MAN Busse. Auch im Alltag fallen mir die MANs immer mehr auf, die Bundeswehr fährt zum Beispiel auch diese Marke. Also scheinen die Münchner etwas richtig zu machen und kommen immer mehr im Bus-Sektor auf den Markt. Gefertigt werden die Reisebusse aber wohl in Ankara, Linienbusse in Polen. Schade eigentlich, würde der deutschen Wirtschaft gut tun. Aber irgendwoher müssen die offensichtlich niedrigen Preise ja kommen.
Apr
14
2011
Abfahrtkontrolle oder: eine LED Taschenlampe musste herGeschrieben von Martin in Busse, SonstigesDamit der Bus auch fahrtüchtig und sicher ist, ist es nicht nur empfehlenswert sondern sogar vorgeschrieben, jeden Morgen eine Abfahrtkontrolle durchzuführen. In der Fahrschule war das ein Bestandteil der praktischen Fahrprüfung, beim Bus kommt sogar noch eine Reihe an so genannten Handfertigkeiten dazu. Die Kontrollpunkte im Detail: Seit langem nehme ich mir vor mal wieder zu schreiben, heute ist es so weit. Die Überschrift erinnert mehr an einen Computer, aber ein Systemabsturz kann einen auch in einem modernen Bus ereilen. Aber immer der Reihe nach. Letzten Sonntag ging es von Neuss nach Assenheim in Hessen (nähe Frankfurt). Die Hinfahrt verlief reibungslos und ohne Pause, so dass ich die 230 Kilometer auch in 2,5 Stunden geschaft habe. Es gab halt doch einen Reihe Baustellen und zum Ende ein Stück über Land zu fahren. Einzig bemerkenswert war die Tatsache, dass die Polizei auf der A45 mit mehreren Zivilstreifen unterwegs war und Jagd auf Verkehrssünder machte. Bei mir gabs diesbezüglich allerdings nichts zu holen. Den Rest des Eintrages lesen » Heute morgen große Ratlosigkeit. Ich wollte gerade mit dem Bus losfahren – ging aber nicht. Der Federspeicher, also quasi die Handbremse beim Bus, wurde nicht frei gegeben, trotz gelöstem Handbremsventil und längst erreichtem Betriebsdruck. Dazu kam ein leichtes Zischen vom Handbremsventil ausgehend, so dass ich hier als erstes mal einen Defekt vermutete Der Disponent, der zufällig über den Hof lief, war auch ratlos, einige Minuten haben wir rumgesucht und probiert. Irgendwann ist es mir dann doch eingefallen: Gestern beim Abstellen des Busses hatte irgendjemand die Haltestellenbremse eingeschaltet, und die hielt den Bus nun fest. Das ist bei dem Setra 315 UL, den ich heute morgen gefahren bin, ein kleines, recht unauffälliges Hebelchen, welches sich im Dunkel des Armaturenbettes rechts neben dem Radio befindet. Bei moderneren Bussen sieht man das im Display, geschweige denn, dass die Haltestellenbremse sich löst, wenn man die Zündung ausschaltet. Eine fatale Eigenschaft übrigens, die schon für haarsträubende Unfälle gesorgt hat, weswegen viele sich lieber auf ausschliessliche Benutzung der Feststellbremse beschränken. Man muss eben mit dem Kopf dabei bleiben und deswegen bin ich etwas später auch zu dem Schluss gekommen, dass ich mich lieber über mich selbst ärgern sollte, weil ich da nicht gleich drauf gekommen bin… Vor einigen Tagen bin ich über einen Thread eines “unwissenden” in einem Wohnmobilforum gestoßen, in dem selbiger sich gewundert hat, warum die Hinterräder einseitig durchdrehen, wenn er damit auf einer Eisfläche steht. Irgendwie schon lustig Ein Tipp, der im Verlauf des Threads neben diversen Erklärungsversuchen gegeben wurde, ist eigentlich total nahe liegend, so dass ich mir schon ein wenig blöd vorkomme, dass ich nicht von selbst drauf gekommen bin. Und genau einen Tag später habe ich genau diesem Tipp anwenden müssen, sonst wäre ich beim Wenden mit dem Bus in eine Hof-Einfahrt nicht weg gekommen. Was tut man also, wenn man kein ASR hat und die Hinterräder auf einer Seite druchdrehen, so dass man nicht voran kommt? In diesem Fall übrigens noch erschwerend mit Automatik, so dass man kaum dosieren konnte. Die Lösung ist wie gesagt wirklich einfach: Man belüftet mit Gefühl den Federspeicher – soll heissen: man zieht leicht die Handbremse. Irgendwann packt die Bremse so, dass der Motor die Bremskraft noch überwinden kann, die Eisfläche unter dem einen Rad aber nur noch unbedeutend zum tragen kommt. Und siehe da, es funktionierte, ich kam wieder frei. Wieder was gelernt. Für alle Nachmacher: Das geht auch mit dem PKW, aber natürlich nur, wenn dieser heckgetrieben ist, denn nur dort wirkt ja die Handbremse. Warum ein Bus mit gescheiter Bereifung bei dem derzeitigen Wetter überhaupt keine Probleme hat? Naja klar, wegen dem Gewicht auf der Hinterachse. Ich bin bisher auch noch kaum gerutscht, nur beim Bremsen in der Kurve muss man aufpassen dass es einen nicht über die Vorderachse geradeaus schiebt. Also, vertraut Eurem Busfahrer, auch bei Eisglätte Gefunden beim Schaaf. |

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