Archiv für die Kategorie: “Kollegen und Unternehmen”
Das ging schnell! Nachdem ich die Absage für weitere Aufträge erhalten hatte, habe ich noch am gleichen Tag einen weiteren Busunternehmer im Umkreis angesprochen, und ein paar Tage später kam der erste Auftrag.
Morgens bin ich erst mit einem VW LT rumgefahren, abends dann eine Fahrt über 30km über die Dörfer, mit Dreiachser-Bus, 14 Meter lang. Im dunklen. Ohne Erfahrung auf so einem Fahrzeug.
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Das erste Busunternehmen von dem ich meine Aufträge bezogen habe ist direkt neben der Halle in der ich meinen Bücherbus stehen habe. Einer der Söhne des Busunternehmers disponiert die Behindertenfahrten, ist ein freundlicher und netter Kerl, hilfsbereit und mit sehr viel Wissen um die Sozialvorschriften behaftet.
Der andere macht eher den Eindruck als könnte er einen Schraubenschlüssel bedienen und das wars dann auch. Ihr wisst was ich meine, ungleicher können Brüder kaum sein.
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Und zwar am Donnerstag schon.
Busfahren ist ein Hobby und es soll Spass machen, gerade tut es das aber nicht mehr. Der Disponent ist gestresst, ich bekomme meist frühestens 20 Stunden vor Abfahrt meinen Dienstplan ob ich überhaupt arbeiten muss und wohin es geht, und meine zwei freien Tage die ich nach den Sozialvorschriften nach 6 Arbeitstagen nehmen muss, konnte ich in den letzten 6 Wochen nur sicherstellen in dem ich Tachoscheiben verschwinden lassen habe.
Das reicht mir nun erstmal. Ich hab bescheid gegeben dass ich über die Osterferien erstmal nicht fahren werde, frühestens am Montag danach nehm ich wieder was an. Ausserdem muss ich ja auch noch aufpassen, dass man mir keine Scheinselbstständigkeit unterstellt, deswegen werde ich im April/Mai auch wieder vermehrt Aufträge von dem anderen Unternehmen annehmen.
Auch wenn ich mich mit dem Sohn und Werkstattleiter heftig verkracht habe und dort hauptsächlich Busse in Sprintergröße fahren darf. Da ist man näher beim Fahrgast, das hat auch so seine Vorteile.
Schauen wir mal, jetzt ist erstmal Zeit für andere Dinge
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Mit dem Bus durch die Waschanlage, das macht man auch nicht jeden Tag. Zumindest nicht, wenn man kein Busfahrer ist…
Ich schildere heute mal, wie so etwas geht, es ist weitaus weniger spektakulär als man annimmt, allerdings gibt es sicherlich auch viele verschiedene Typen von Waschanlagen.
Unsere wäscht zum Beispiel nicht das Dach des Busses, und sie verfügt um keine besonders komplizierte Steuerung, denn das System ist so einfach wie genial.
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Unverhofft kommt oft! Ich bin dieses Jahr ja so gut wie noch garnicht gefahren, aber vorgestern kam ein Anruf, ob ich diese und nächste Woche jeden Tag fahren könne. Und wann ich denn könne. “Ja, immer!” war meine Antwort, und habe dem neuen Disponenten meine freie Zeiteinteilung erklärt.
Gestern sollte ich dann erst eine Caritas Tour fahren, im Anschluss dann nach Düsseldorf zur Messe. Etwas undankbar, weil ich dort den ganzen Tag rumstehen muss und dafür nur den halben Stundenlohn bekomme, aber die Messe (Metav) könnte halbwegs interessant sein, und ausserdem hätte ich die Möglichkeit, meine Co-Autorin Nadine mal wieder zu treffen, denn sie ist ja in Düsseldorf zu Hause.
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Weil das Leben nunmal kein Ponyhof ist, und ich vor allem auch diese Erfahrung mal machen möchte, habe ich mir letztens mal eine Schul-Tour zusammenstellen lassen. Oder sagen wir mal, ich wurde gefragt, weil gerade massiver Mitarbeiter-Mangel herrschte und ich “das schon hinkriegen würde”, ich soll mir keine Sorgen machen, der Disponent scheibt mir alles auf.
Also ging es los, um halb 7 war ich beim Disponenten und wollte mir die Tour erklären lassen.
Man kann sich denken, dass zu dieser Zeit dort der Teufel los ist, aber er hat mir versprochen, dass er sich Zeit für mich nehmen würde. Dass das nichts werden konnte war mir vorher schon klar, und so kam es dann auch. Immerhin hatte er aber am Vortag schon alles aufgeschrieben was seiner Auffassung nach wichtig war, und nach einer halben Stunde Erklärungsversuche bin ich dann mal zum Bus.
Mal was ganz anderes, ein moderner Linienbus, mit Automatik, übersichtlichen Spiegeln und Rundumsicht vom Fahrerplatz aus. Und einem derart bequemen Vollschalensitz von dem man im (nicht ganz so) modernen Reisebus nur von Träumen kann!
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Richtig alte Hasen, also ehemalige Busfahrer, zu sprechen, diese Gelegenheit hat man nicht oft.
Auf meiner heutigen Fahrt nach Trier waren meine Fahrgäste ein Chor aus Kornelimünster, die hier in Trier in einer Kirche ein Konzert gegeben haben. Anschliessend gab es Mittagessen und eine zweistündige Stadtrundfahrt, die übrigens für geschichtlich interessierte hochinteressant und unbedingt zu empfehlen ist.
Trier war nämlich, was ich noch garnicht wusste, eine der 4 römischen Hauptstädte und ist die älteste Stadt Deutschlands. Von hier aus wurde das gesamte weströmische Reich regiert, von England über die Bnelux-Staaten, Frankreich bis Spanien und Portugal. Entsprechend beeindruckend ist die Stadtgeschichte, besonders wenn sie so blumig und viel furztrockenem Humor vorgetragen wird, wie ich es heute erleben durfte. Aber darum geht’s hier ja nicht.
Einer der Säger gab sich im Laufe des Ausluges als ehemaliger Busfahrer bei der Aseag zu erkennen und plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen. In den 50er Jahren hat er begonnen, damals waren Linienbusse wie Reisebusse (welche die Aseag damals noch in Betrieb hatte) mit einem unsynchronisierten Schaltgetriebe ausgestattet. Das heisst: Anfahren, Auskuppeln, Gang raus in den Leerlauf, Einkuppeln, Gasgeben damit das Getriebe auf Drehzahl kommt, Auskuppeln und den nächsten Gang rein.
Er erzählte, die Schaltvorgänge zwischen den Haltestellen waren kaum zu zählen, und wenn der Bus kurz vorher auch noch neue Bremsen bekommen hat, dann ist er bei der Ablösung am Bahnhof mit zitternden Knien und wackelnden Beinen ausgestiegen. Lenkhilfen gab es natürlich auch nicht, ich kann und mag mir kaum vorstellen, das das für ein Knochenjob gewesen sein muss.
Auch den Anderthalbdecker, den die Aseag derzeit restauriert, kannte er noch. Leider wurden wir unterbrochen, und ich konnte nicht viel mehr erfahren, aber das war schon interessant. Ich hoffe, dass sich solche Gelegenheiten noch öfter ergeben.
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Wenn man rein zum Spass den Busführerschein macht und damit dann hin und wieder, ebenfalls zum Spass, Fahrgäste durch die Gegend fährt, dann ist man eher eine Seltenheit. Habe ich zumindest geglaubt.
Zumindest ich habe noch nicht von jemand anderem gehört, der sowas gemacht hat, ausgenommen Bernd, einem Freund und Wohnbus-Kollegen aus Koblenz. Und der fährt im Moment nicht, weil dort das Lohn-Niveau wohl deutlich unter dem in Aachen liegt. Und ganz ehrlich? Für 7 EUR würde ich mich auch nicht ans Steuer setzen, eine gewisse Honorierung muss da schon drin sein.
Umso mehr hat es mich dann gefreut, als sich Nadine bei mir meldete, sie hat offenbar ebenfalls gedacht, sie sei ein “Unikat”. Eigentlich kannte ich sie schon länger als User des Busweb24-Forums, in dem ich mich hin und wieder rumtreibe. In einem anderen Forum wurde ich nach meiner höflichen Vorstellung als Hobby-Busfahrer ignoriert und schroff angefahren, ich solle den Job richtig oder gar nicht machen. Na danke.
Die Leute im Busweb24 Forum sind überwiegend nett und kommunikativ, und niemand stört sich an meiner Teilzeit-Busfahrertätigkeit. Nur der Admin scheint zeitlich ziemlich überfordert zu sein, und so tut sich nicht allzuviel im Forum, auf einige Sonder-Funktion warte ich schon ewig. Aber gut, so läuft’s ja auch.
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Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte:

Das Rad könnte beim lenken an die Tür kommen! Okay, bei diesem Tourismo ist der Überhang nach vorne lang genug, aber diese “Vorschrift” hätte man bei dem Busunternehmen nicht unter Androhung von Abmahnung erlassen, wenn es nicht schon Schäden dadurch gegeben hätte.
Glückwunsch an Jens, er ist drauf gekommen!
Und ich hab was gelernt…
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Es kommt nicht oft vor, dass ich etwas nicht bedenke. Ich bin ständig am “orgeln” und versuche, wirklich auf alles zu achten und keine Fehler zu machen – vor allem mit Fahrgästen an Board.
Als ich letzte Woche aber einmal im ersten Gang Standgas (ohne Fahrgäste) über den Betriebshof getuckert bin um den Bus einzuparken, hat mich ein Kollege darauf aufmerksam gemacht, dass ich auf jeden Fall die Tür zumachen soll, dafür würde es sogar Abmahnungen geben.
Ich bin beim besten Willen nicht darauf gekommen, warum das so sein sollte und habe nochmal nachgefragt.
Bevor ich Euch aber verrate, warum man tatsächlich nicht mit offener Tür fahren sollte, möchte ich mal wissen ob ihr darauf kommen würdet. Also los, die Comments sind eröffnet
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