Archiv für die Kategorie: “Kollegen und Unternehmen”
Mit dem Bus durch die Waschanlage, das macht man auch nicht jeden Tag. Zumindest nicht, wenn man kein Busfahrer ist…
Ich schildere heute mal, wie so etwas geht, es ist weitaus weniger spektakulär als man annimmt, allerdings gibt es sicherlich auch viele verschiedene Typen von Waschanlagen.
Unsere wäscht zum Beispiel nicht das Dach des Busses, und sie verfügt um keine besonders komplizierte Steuerung, denn das System ist so einfach wie genial.
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Unverhofft kommt oft! Ich bin dieses Jahr ja so gut wie noch garnicht gefahren, aber vorgestern kam ein Anruf, ob ich diese und nächste Woche jeden Tag fahren könne. Und wann ich denn könne. “Ja, immer!” war meine Antwort, und habe dem neuen Disponenten meine freie Zeiteinteilung erklärt.
Gestern sollte ich dann erst eine Caritas Tour fahren, im Anschluss dann nach Düsseldorf zur Messe. Etwas undankbar, weil ich dort den ganzen Tag rumstehen muss und dafür nur den halben Stundenlohn bekomme, aber die Messe (Metav) könnte halbwegs interessant sein, und ausserdem hätte ich die Möglichkeit, meine Co-Autorin Nadine mal wieder zu treffen, denn sie ist ja in Düsseldorf zu Hause.
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Weil das Leben nunmal kein Ponyhof ist, und ich vor allem auch diese Erfahrung mal machen möchte, habe ich mir letztens mal eine Schul-Tour zusammenstellen lassen. Oder sagen wir mal, ich wurde gefragt, weil gerade massiver Mitarbeiter-Mangel herrschte und ich “das schon hinkriegen würde”, ich soll mir keine Sorgen machen, der Disponent scheibt mir alles auf.
Also ging es los, um halb 7 war ich beim Disponenten und wollte mir die Tour erklären lassen.
Man kann sich denken, dass zu dieser Zeit dort der Teufel los ist, aber er hat mir versprochen, dass er sich Zeit für mich nehmen würde. Dass das nichts werden konnte war mir vorher schon klar, und so kam es dann auch. Immerhin hatte er aber am Vortag schon alles aufgeschrieben was seiner Auffassung nach wichtig war, und nach einer halben Stunde Erklärungsversuche bin ich dann mal zum Bus.
Mal was ganz anderes, ein moderner Linienbus, mit Automatik, übersichtlichen Spiegeln und Rundumsicht vom Fahrerplatz aus. Und einem derart bequemen Vollschalensitz von dem man im (nicht ganz so) modernen Reisebus nur von Träumen kann!
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Richtig alte Hasen, also ehemalige Busfahrer, zu sprechen, diese Gelegenheit hat man nicht oft.
Auf meiner heutigen Fahrt nach Trier waren meine Fahrgäste ein Chor aus Kornelimünster, die hier in Trier in einer Kirche ein Konzert gegeben haben. Anschliessend gab es Mittagessen und eine zweistündige Stadtrundfahrt, die übrigens für geschichtlich interessierte hochinteressant und unbedingt zu empfehlen ist.
Trier war nämlich, was ich noch garnicht wusste, eine der 4 römischen Hauptstädte und ist die älteste Stadt Deutschlands. Von hier aus wurde das gesamte weströmische Reich regiert, von England über die Bnelux-Staaten, Frankreich bis Spanien und Portugal. Entsprechend beeindruckend ist die Stadtgeschichte, besonders wenn sie so blumig und viel furztrockenem Humor vorgetragen wird, wie ich es heute erleben durfte. Aber darum geht’s hier ja nicht.
Einer der Säger gab sich im Laufe des Ausluges als ehemaliger Busfahrer bei der Aseag zu erkennen und plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen. In den 50er Jahren hat er begonnen, damals waren Linienbusse wie Reisebusse (welche die Aseag damals noch in Betrieb hatte) mit einem unsynchronisierten Schaltgetriebe ausgestattet. Das heisst: Anfahren, Auskuppeln, Gang raus in den Leerlauf, Einkuppeln, Gasgeben damit das Getriebe auf Drehzahl kommt, Auskuppeln und den nächsten Gang rein.
Er erzählte, die Schaltvorgänge zwischen den Haltestellen waren kaum zu zählen, und wenn der Bus kurz vorher auch noch neue Bremsen bekommen hat, dann ist er bei der Ablösung am Bahnhof mit zitternden Knien und wackelnden Beinen ausgestiegen. Lenkhilfen gab es natürlich auch nicht, ich kann und mag mir kaum vorstellen, das das für ein Knochenjob gewesen sein muss.
Auch den Anderthalbdecker, den die Aseag derzeit restauriert, kannte er noch. Leider wurden wir unterbrochen, und ich konnte nicht viel mehr erfahren, aber das war schon interessant. Ich hoffe, dass sich solche Gelegenheiten noch öfter ergeben.
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Wenn man rein zum Spass den Busführerschein macht und damit dann hin und wieder, ebenfalls zum Spass, Fahrgäste durch die Gegend fährt, dann ist man eher eine Seltenheit. Habe ich zumindest geglaubt.
Zumindest ich habe noch nicht von jemand anderem gehört, der sowas gemacht hat, ausgenommen Bernd, einem Freund und Wohnbus-Kollegen aus Koblenz. Und der fährt im Moment nicht, weil dort das Lohn-Niveau wohl deutlich unter dem in Aachen liegt. Und ganz ehrlich? Für 7 EUR würde ich mich auch nicht ans Steuer setzen, eine gewisse Honorierung muss da schon drin sein.
Umso mehr hat es mich dann gefreut, als sich Nadine bei mir meldete, sie hat offenbar ebenfalls gedacht, sie sei ein “Unikat”. Eigentlich kannte ich sie schon länger als User des Busweb24-Forums, in dem ich mich hin und wieder rumtreibe. In einem anderen Forum wurde ich nach meiner höflichen Vorstellung als Hobby-Busfahrer ignoriert und schroff angefahren, ich solle den Job richtig oder gar nicht machen. Na danke.
Die Leute im Busweb24 Forum sind überwiegend nett und kommunikativ, und niemand stört sich an meiner Teilzeit-Busfahrertätigkeit. Nur der Admin scheint zeitlich ziemlich überfordert zu sein, und so tut sich nicht allzuviel im Forum, auf einige Sonder-Funktion warte ich schon ewig. Aber gut, so läuft’s ja auch.
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Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als 1000 Worte:

Das Rad könnte beim lenken an die Tür kommen! Okay, bei diesem Tourismo ist der Überhang nach vorne lang genug, aber diese “Vorschrift” hätte man bei dem Busunternehmen nicht unter Androhung von Abmahnung erlassen, wenn es nicht schon Schäden dadurch gegeben hätte.
Glückwunsch an Jens, er ist drauf gekommen!
Und ich hab was gelernt…
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Es kommt nicht oft vor, dass ich etwas nicht bedenke. Ich bin ständig am “orgeln” und versuche, wirklich auf alles zu achten und keine Fehler zu machen – vor allem mit Fahrgästen an Board.
Als ich letzte Woche aber einmal im ersten Gang Standgas (ohne Fahrgäste) über den Betriebshof getuckert bin um den Bus einzuparken, hat mich ein Kollege darauf aufmerksam gemacht, dass ich auf jeden Fall die Tür zumachen soll, dafür würde es sogar Abmahnungen geben.
Ich bin beim besten Willen nicht darauf gekommen, warum das so sein sollte und habe nochmal nachgefragt.
Bevor ich Euch aber verrate, warum man tatsächlich nicht mit offener Tür fahren sollte, möchte ich mal wissen ob ihr darauf kommen würdet. Also los, die Comments sind eröffnet
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Als ich heute morgen, zeitlich mal wieder etwas knapp, auf den Hof kam, war der Bus-Schlüssel nicht da. Ich soll die “Badewanne” nehmen, so wird der Toyota-Bus von den Kollegen genannt. Passend wie ich finde
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Heute mit einem 22 Sitzer Iveco – ich nenn die Dinger wegen ihrer nationalen Herkunft und Qualitätsmerkmale Pizzablech – und Anhänger zum Flughafen und dann gleich weiter ins Siegerland. Hier sollte ich eine kleine Gruppe abholen, die am Freitag von einem anderen Kollegen hingefahren wurde.
Aber wenn ich nur darüber schreiben würde, wäre es ja keinen Blogeintrag wert. Nur soviel voran, es wird ein etwas längerer Text
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Morgen soll ich ja mit dem O404 zum Flughafen, ich freute mich schon wie ein kleines Kind! Auch wenn ich gestern ja schon endlich Bus gefahren bin, ist der O404 noch mal was anderes.
Blöd nur dass mein Chef dann gestern noch zu mir meinte, “Ach nee, der Bus muss in die Werkstatt, der ist schon fast einen Monat überfällig und bekommt einen neuen Kofferraumboden.”
Waaas?
Na toll, wie gewonnen so zerronnen.
Also bereite ich mich darauf vor, mit dem Toyota 24 Sitzer und Anhänger zu fahren, was unbequemeres kann man sich kaum vorstellen. Irgendwie schläft mir da immer das rechte bein ein, und mit Hänger kommt der garnicht aus dem Quark. Innerlich koche ich, – bis Mittwoch fahre ich noch, dann ist erstmal wieder Urlaub angesagt, danach werde ich mit den kleine Rappelkisten ehr nicht mehr rumfahren. Zumindest nehme ich mir das vor.
Aber es sollte wieder anders kommen. Als ich auf den Hof komme, ist der Toyota nicht da. “Ja nee, der ist in Hamburg” heisst es. Hm, und nun? Ich soll den O303 nehmen. Auch schön. Immerhin besser als der Toyota. Der Junior Chef weist mich ein, vor allem mit den Bremsen soll ich aufpassen. Und tatsächlich, die Bremse baut nach einem Moment Pedal halten richtig Druck auf, und man muss das Pedal fast wieder ganz zurücknehmen, damit die Fahrgäste nicht ständig mit den Kopf nicken. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber es klappt nach einigen Versuchen ganz gut.

Nach einer Fahrt zum Flughafen und durch die Aachener Innenstadt bin ich wieder am Hof. Ohne Kopfnicken
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