Archiv für die Kategorie: “Spezielle Fahrgäste”
Gestern hatte ich den ganzen Vormittag voller so genannter Schwimmfahrten. Das sind meist Grundschulklassen, die zu einer der Schwimmbäder (Schwimmhalle sagt man hier) gebracht und wieder abgeholt werden.
Dabei sind die Fahrten meist so geplant, dass ich Non-Stop unterwegs bin. Eine Klasse hinbringen, die nächste Klasse holen und hinbringen, nach der dritten Klasse lädt man dann gleich die erste wieder ein und bringt sie nach Hause und holt von einer weitern Schule die vierte Klasse ab. Und so ist man dann den ganzen Vormittag beschäftigt.
Gestern sitzt bei einer Fahrt ein höchstens 8jähriges Mädchen vorne rechts und schaut mir zu. Kurz nachdem wir los gefahren sind, fragt sie mich interessiert “Macht das Busfahren eigentlich Spaß?” Und ich antworte wahrheitsgemäß “Na klar macht das Spaß, nur ganz selten habe ich mal Kinder an Board, die sind so laut, dass es keinen Spaß macht.”
Das nahm sie zur Kenntnis und hat mich weiter beobachtet bzw. einfach vorne rausgeschaut. Im Bus war es etwas wuselig, der Lehrer musste einmal einschreiten, weil Kinder rumgelaufen sind, aber weitestgehend war die Fahrt in Ordnung.
Beim Aussteigen schaut mich dann das kleine Mädchen todernst und betreten an, und meint leicht kopfschüttelnd:
“Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das Spaß macht!”
Hm…
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Letze Woche Donnerstag war eines meiner Ziele, um Fahrgäste aufzunehmen, eine deutsche Kaserne im Aachener Süden. Mehr wusste ich nicht, und der mehr als schroffe Türsteher und Schrankenaufhalter welchen Ranges auch immer (ich habe von dem ganzen Offiziergedöns keine Ahnung), wusste ebenso wenig. “Wenn jemand kommt schicke ich den zu Ihnen, fahren Sie bitte sofort vom Tor weg!”
Naja gut, ich stand quer vor der Kasernen Ein- und Ausfahrt gleichzeitig, mag sein dass die das nicht mögen.
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Seine Fahrgäste unterwegs verlieren möchte wohl keiner, in diesem Fall war es aber das einzig vernünftige. Warum? Na, weil wir in eine Vollsperrung geraten sind, und das auf der A4, nur 2km vor der Ausfahrt Eschweiler- West, die wir rausfahren wollten um zurück nach Weiden zu kommen.
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Die Strecke die ich im Moment jeden Morgen fahre, ist nicht ganz ohne. Die vorherige durch Aachen Verlautenheide, Eilendorf und Brand war zwar anspruchsvoller, aber bei der jetzigen gibts mehr “doofe Stellen.
Erstmal fängt es damit an, dass mein Fahrbegleiter Kroate ist, seit über 30 Jahren in Deutschland lebt und immer noch nur gebrochen deutsch spricht. Ich glaub aber der will es auch nicht besser, an mangelnder Kommunikationsbereitschaft kann es jedenfalls nicht liegen. Ständig fragt er mich Dinge und quasselt mir dann dazu die Ohren zu. Und wie üblich in dieser Altersklasse gehts immer darum, kein Geld zu haben, dass alles zu teuer ist und früher sowieso alles besser war.
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Letzte Woche hatte es einen Abend geregnet und über Nacht gefroren, die perfekte Basis für eisglatte Strassen. Und genau so ist es gekommen, glücklicherweise waren aber die Hauptstrassen und die meisten Nebenstrassen abgestreut und damit problemlos befahrbar.
Somit hat meine morgendliche Tour keine Probleme gemacht – bis zur letzten Station.
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Neuss ist nicht wirklich weit weg von Aachen, aber um einen ganzen Spielmannszug mit samt Instrumenten zu befördern, macht es doch schon Sinn, einen Bus zu mieten. Der Zug, den ich am Wochenende gefahren habe, fährt mit dem Unternehmen schon seit 60 Jahren, zu verschiedensten Auftritten, und einmal im Jahr gleich mehrmals zum Schützenfest nach Neuss, was offenbar sehr sehr umfangreich abgehalten wird.
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Am Phantasialand bei Brühl wurde im letzten Jahr viel umgebaut, und ich habe diese Woche das erste Mal auf dem neuen Busparkplatz gestanden. Kann wohl sein dass das schon länger fertig ist, aber ich kannte es noch nicht.
Abzuholen war eine große Gruppe mit drei Bussen in Alsdorf, wobei es allerdings die Dispo geschafft hatte, drei ortsunkundigen Busfahrer zusammen loszufahren, wovon zwei nur englisch sprechen. Also mussten wir erstmal etwas kreisen, schliesslich haben wir unsere Gruppe aber am Parkplatz gefunden.
Die Ortsangabe der Dispo war Schwimmhalle Alsdorf, die in Google Maps leider an einer anderen Stelle angezeigt wird. Wo die Schwimmhalle nun wirklich ist weiss ich nicht, der Parkplatz ist jedenfalls genau auf der anderen Seite der B57, am Luisenhof.
Also, Leute einladen und los gehts, ich bin vorgefahren weil die anderen beiden sich noch weniger auskannten als ich
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Letztens hatte ich mal die Gelegenheit, innerhalb einer Woche je eine im Schnitt 15-köpfige Klasse, vorwiegend bestehend aus Mädchen im Alter zwischen 15 und 17, vom Flughafen abzuholen oder wegbzubringen.
Die türkischen Mädchen kamen mit drei Lehren/Herren als Begleitung. Ich kann nur vermuten, dass Frauen in der Türkei diese Aufgabe nicht zugeteilt wird, anders kann ich mir nicht erklären, dass einer Gruppe Mädchen mit drei Männern reist. Sie haben Gastfamilien im Rahmen eines dreiländer-Austauschprojektes besucht. Problem war wohl hier, dass sie kein englisch sprechen.
Die deutschen Mädchen habe ich zu einem mehrtägigen Ausflug gefahren, die englischen Mädchen kamen ebenfalls zu einem Schüleraustausch nach Deutschland.
Es gibt aus Sicht des Busfahrers bemerkenswerte Unterschiede, die ich hier mal kurz skizzieren möchte:
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“Hans von Aachen”, so heisst ein wieder entdeckter Künstler mit Aachener Wurzeln, und eben zu diesem bzw. zu seinen Werken wurde letzte Woche eine Ausstellung eröffnet. Der Andrang war groß, über 700 Menschen wurden im Aachener Rathaus empfangen und sollten mit insgesamt 5 Bussen im Pendelverkehr zur Vernissage im Suermondt-Ludwig Museum gebracht werden.
Ich durfte den einzigen Kleinbus des Unternehmens fahren, einen Mercedes Vario O614, der zugegebenermaßen kaum Durchzug hat. Das verstehe ich kaum, denn eigentlich sollte der schon etwas vorwärts gehen, hier tut sich aber echt nicht viel. Vielleicht hat man den Lader schon kaputt bekommen?
Besonders gepflegt wird der Bus jedenfalls nicht, auch musste ich erst einmal durch die Waschanlage fahren, denn mein Job heute Abend ist offenbar ein ganz besonderer…
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Noch ein paar Anekdoten aus den Behindertenfahrten:
Vor ein paar Tagen hatte ich morgens eine Tour mit einem etwas vorlauten jungen Mann dabei. Der Betreuer fragte, ob ihm wohl in der Werkstatt die Mädels hinterherlaufen würden. Nee meinte er, die würden ihn ständig abknutschen. Aber die Soundso kann keinen Zungenkuss, das müsse er ihr noch beibringen.
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