Archiv für die Kategorie: “Spezielle Fahrgäste”

„Angekommen in Ginsheim-Gustavsburg. Auf den Autokennzeichen steht GG, das heißt aber Groß-Gerau. Und die Menschen sprechen komisch hier. Ich glaub „babbele“ nennen die das. Komische Gegend…“

So lautete mein Facebook-Eintrag zu dieser durch und durch angenehmen Bus-Reise, als ich nach etwas über drei Stunden fahrt meine Fahrgäste bei einer Kirche in besagtem Ort nahe Mainz herausgelassen habe.

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Meine ursprüngliche Intention beim Schienenersatzverkehr war, unterwegs nirgendwo zu halten. Habe ich bislang auch nicht, mit einer Ausnahme. Da habe ich eine Frau in Aachen an einer Haltestelle rausgelassen, die fälschlicherweise in Rothe Erde eingestiegen war und so mit nach Stolberg hätte fahren müssen.

Das ging auch, der Bus war recht leer.

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Heute morgen stand ich an der Haltestelle am Bahnhof Eschweiler West. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist diese Haltestelle teils auf dem Gehweg, teils auf der Strasse angelegt. Zumindest deuten die Streifen darauf hin.

Leider kommt es doch öfter mal vor, dass über Nacht Fahrzeuge dort geparkt werden, dann muss ich halt auf der Strasse stehen bleiben. So auch heute. das parkende Fahrzeug konnte ich allerdings genau zwischen die vordere und mittlerer Tür nehmen so dass die Fahrgäste trotzdem gut ein und aussteigen konnten.

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Wo ich so am Hauptbahnhof stehe und die 10 Minuten auf meine neue Runde nach Eschweiler warte, steht auf einemal eine Omi im Bus und strahlt mich an. Unter die Nase hält sie mir Ihren Schwerbehindertenausweis, mit dem sie uneingeschränkt Busfahren kann, und fragt mich gleichzeitig, ob sie eine Runde mitfahren darf.

Ich: Na klar, aber wir fahren nach Eschweiler.

Omi: Och da ist es bestimmt auch schön!

Ich: Und wir haben dort eine halbe Stunde Aufenthalt.

Omi: Das macht nichts, ich vertreib mir da schon die Zeit, ist ja schönes Wetter.

Ich: Okay, dann hereinspaziert, suchen Sie sich mal einen schönen Platz, es geht gleich los!

Sie zeigte Anflüge von Gesprächigkeit, ließ mich aber unterwegs brav in Ruhe. Denn mit dem Busfahrer spricht man ja nicht während der Fahrt.

In Eschweiler ist sie dann direkt in die Bahnhofsvorhalle gegangen und hat unmittelbar begonnen, den Betreiber des dortigen Kiosks mit Ihrer Lebensgeschichte unterhalten. Offenbar hat sie dabei ganz die Zeit vergessen, so dass ich sie kurz vor der Abfahrt noch abholen musste.

Und ich meine, in diesem Moment in den Gesichtszügen des Kioskbesitzes etwas dankbares erkannt zu haben.

😉

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Heute fahre ich wieder den Schienenersatzverkehr, wieder mit einem Gelenkbus. Ich habe lange überlegt, ob ich fahren soll, weil die Lage auf den Strassen und an den Haltestellen durch den heutigen Streik nicht wirklich entspannt ist. Stress, den ich eigentlich nicht haben muss.

Tatsächlich bin ich aber durch den Berufsverkehr überraschend gut durchgekommen, vor zwei Wochen war auf den Strassen absolutes Chaos. Heute war nichts davon zu spüren. Nur einmal habe ich den Anschluss an die Euregiobahn in Stolberg verpasst. Aber dagegen bin ich nun wirklich machtlos. Ansonsten war die Lage wirklich nicht viel

Das einzige was unangenehm ist, sind die Mißverständnisse, die sich fast ausschliesslich an der Haltestelle Bahnhof Rothe Erde ergeben. Das Aachener Ostviertel ist voll von Menschen, die entweder keine Nachrichten schauen/hören/lesen und so nichts von dem Streik wissen, oder einfach nicht auf die Bus-Beschilderung achten und deshalb stumpf in den erstbesten Bus einsteigen, der gerade vorbei kommt.

Normal ist es ja auch so, dass die Linienbusse an besagter Haltestelle alle in dieselbe Richtung fahren und auch an jeder Haltestelle halten. Nur beim Schienenersatzverkehr eben nicht.

Und so ist es mehrfach vorgekommen, dass ich Fahrgäste  unfreiwillig mit nach Eschweiler oder zum Aachener Hauptbahnhof genommen habe. Gut, was soll ich auch machen wenn sie hinten durch die Tür schlüpfen und bei mir nicht fragen. Und unterwegs rauslassen darf ich sie nicht, das habe ich schon erfragt.

Und wenn vorne und an der Seite auf dem Bus-Schild ganz groß „Schienenersatzverkehr“ steht, dann sollte das dem Fahrgast doch wirklich zu denken geben. Tuts aber oft nicht.

Naja, dann gibt’s zum Dank eben eine schöne Rundfahrt :)

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Zwischen Aachen und Eschweiler baut die Bahn zur Zeit an den Gleisen, und die Firma für die ich hauptsächlich arbeite, haben den Zuschlag für die Abwicklung des Schienenersatzverkehrs bekommen. Ich habe von der Dispo das Angebot bekommen, den ganzen März durchfahren zu können, immer schön mit dem Setra Dreiachser bis nachmittags, dann Wechsel, immer im Kreis zwischen Aachen und Eschweiler, mit ein paar wenigen Stops.

Da ich mal etwas Stunden abreissen wollte, weil wir wahrscheinlich wieder einen 4-Woche-Urlaub in Aussicht haben, habe ich direkt zugesagt.

War ja klar, dass es anders kommt…

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Am Sonntag vor Rosenmontag findet in Aachen der traditionelle Kinderkarnevalsumzug statt. Unter anderem bilden viele Schulen Gemeinschaften, organisieren Verkleidungen und nehmen mit der Gemeinschaft dann am Umzug teil.

Unsere Aufgabe ist es, die Kinder an den verschiedenen Schulen abzuholen und zum Startpunkt zu fahren, um dann ca. eineinhalb Stunden später am Punkt der Zugauflösung zu warten und die Kinder wieder in Empfang zu nehmen.

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Gestern hatte ich den ganzen Vormittag voller so genannter Schwimmfahrten. Das sind meist Grundschulklassen, die zu einer der Schwimmbäder (Schwimmhalle sagt man hier) gebracht und wieder abgeholt werden.

Dabei sind die Fahrten meist so geplant, dass ich Non-Stop unterwegs bin. Eine Klasse hinbringen, die nächste Klasse holen und hinbringen, nach der dritten Klasse lädt man dann gleich die erste wieder ein und bringt sie nach Hause und holt von einer weitern Schule die vierte Klasse ab. Und so ist man dann den ganzen Vormittag beschäftigt.

Gestern sitzt bei einer Fahrt ein höchstens 8jähriges Mädchen vorne rechts und schaut mir zu. Kurz nachdem wir los gefahren sind, fragt sie mich interessiert „Macht das Busfahren eigentlich Spaß?“ Und ich antworte wahrheitsgemäß „Na klar macht das Spaß, nur ganz selten habe ich mal Kinder an Board, die sind so laut, dass es keinen Spaß macht.“

Das nahm sie zur Kenntnis und hat mich weiter beobachtet bzw. einfach vorne rausgeschaut. Im Bus war es etwas wuselig, der Lehrer musste einmal einschreiten, weil Kinder rumgelaufen sind, aber weitestgehend war die Fahrt in Ordnung.

Beim Aussteigen schaut mich dann das kleine Mädchen todernst und betreten an, und meint leicht kopfschüttelnd:

„Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das Spaß macht!“

Hm…

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Letze Woche Donnerstag war eines meiner Ziele, um Fahrgäste aufzunehmen, eine deutsche Kaserne im Aachener Süden. Mehr wusste ich nicht, und der mehr als schroffe Türsteher und Schrankenaufhalter welchen Ranges auch immer (ich habe von dem ganzen Offiziergedöns keine Ahnung), wusste ebenso wenig. „Wenn jemand kommt schicke ich den zu Ihnen, fahren Sie bitte sofort vom Tor weg!“

Naja gut, ich stand quer vor der Kasernen Ein- und Ausfahrt gleichzeitig, mag sein dass die das nicht mögen.

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Seine Fahrgäste unterwegs verlieren möchte wohl keiner, in diesem Fall war es aber das einzig vernünftige. Warum? Na, weil wir in eine Vollsperrung geraten sind, und das auf der A4, nur 2km vor der Ausfahrt Eschweiler- West, die wir rausfahren wollten um zurück nach Weiden zu kommen.

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